„Konstruktion des Geheimnisses“ – Paul Klee in der Pinakothek der Moderne

PAUL KLEE, NACH DER ZEICHNUNG 19/75 [VERSUNKENHEIT], 1919

Aquarellierte Lithographie, 22,2 x 16 cm
Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee
© Zentrum Paul Klee, Bern, Bildarchiv PAUL KLEE, NACH DER ZEICHNUNG 19/75 [VERSUNKENHEIT], 1919 Aquarellierte Lithographie, 22,2 x 16 cm Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee © Zentrum Paul Klee, Bern, Bildarchiv

Die Münchner Pinakothek der Moderne  – Sammlung Moderne Kunst – lädt mit ihrer umfangreichen Sonderausstellung Paul Klee – „Konstruktion des Geheimnisses v  ‐ 

„Als Meister am Bauhaus stellt Klee die Dominanz des Rationalismus in Frage und strebt nach einer Balance von Verstand und Gefühl, von Konstruktion und Intuition. Die Ausstellung zeigt die ungebrochene Aktualität von Klees Werk, das sich den existentiellen Konflikten des modernen Menschen widmet.““Im Mittelpunkt stehen Klees produktive Bauhaus-Zeit sowie die Konflikte der Moderne in den 1920er-Jahren.“ So heißt es im Pressetext der Pinakothek.

Die Münchner Ausstellung „Konstruktion des Geheimnisses“ findet in Kooperation mit dem Franz Marc Museum in Kochel am See statt, wo 25.02. bis 10.06.2018 Paul Klee. Landschaften zu sehen ist. Zu beiden Ausstellungen sind wunderbar dokumentierte und präsentierte Kataloge beim Hirmer Verlag erschienen.

Vom Team der Ausstellungskuratoren und -autoren nahm sich Nadine Engel Zeit für ein paar Fragen.

PAUL KLEE, GESPENST EINES GENIES, 1922 Ölpause und Aquarell auf Papier, auf Karton, 50 x 35 cm National Gallery of Modern Art, Edinburgh © National Galleries of Scotland
PAUL KLEE, GESPENST EINES GENIES, 1922
Ölpause und Aquarell auf Papier, auf Karton, 50 x 35 cm
National Gallery of Modern Art, Edinburgh
© National Galleries of Scotland

Meine einleitende Frage (ebenso wie der Beginn des Interviews nicht aufgezeichnet): „Es scheint mir eine Klee gemäße Fügung zu sein, dass ich mit Ihnen, Frau Engel, über diesen Maler spreche, der von vielen besonders für seine Engel geliebt wird. Doch in der Ausstellung, die Anlass unseres Gespräches ist, wird der Akzent auf die „Konstruktion des Geheimnisses“ gelegt, wie Paul Klee seinen gestalterischen Ansatz in der Bauhauszeit selbst genannt hat. Ist dies „Konstruktion“ eine De-Struktion des üblichen Klee-Bildes?“

Frau Engel antwortete, es gehe nicht um eine Destruktion, sondern um das Herstellen einer Balance, was das Verständnis von Klees Werk angehe. Und hier geht es live weiter: