She Dada Sessions zu Frauen, Körper und Dada _ Zürich

Lizica Codreanu (1901–1993, Tänzerin, Paris Dada) tanzte im Juli 1923 beim letzten Pariser Dada-Spektakel im Théâtre Michel zu einem Zaoum-Gedicht von Iliazd in einem Kostüm von Sonia Delaunay zur Musik von Georges Auriac. Collection François Fontenoy, Paris

Am 11./12.3.2016 fand in Zürich zwischen Cabaret Voltaire und Kunsthaus ein Kongress zur weiblichen Perspektive von und zu Dada statt. Die Grundkonzeption lag in den Händen der DadaFachDame Ina Boesch. KoVeranstalterInnen und ModeratorInnen waren Adrian Notz (siehe_höre unser DadaObsession–Gespräch und Cathérine Hug (siehe_höre das Dadaglobe–Gespräch zu der von ihr kuratierten Ausstellung Dadaglobe).
Adrian Notz – Oberpriester des Cabaret Voltaire Zürich – besaß die Freundlichkeit, die Vorträge und anschließenden Diskussionen aufzuzeichnen. Mit seiner freundlichen Genehmigung sowie der der Vortragenden und OrganisatorInnen haben wir sie in der neopostdadasurrealpunkshow sowie Stimme – Reflexionen und Resonanzen auf Radio FSK Hamburg – gesendet und stellen sie hier zum Nachhören zur Verfügung. Besten Dank an alle!
„Viele Dadaistinnen thematisierten in ihren Werken ihr soziales und biologisches Geschlecht: So machte etwa die New Yorker Performerin Elsa von Freytag aus ihrem Körper ein Kunstwerk; die Berliner Künstlerin Hannah Höch rückte der Neuen Frau mit der Schere auf den Leib; die Zürcher Dadaistin Emmy Hennings inszenierte ihren Körper vor der Kamera; und die Pariser Künstlerin Suzanne Duchamp verlieh Mann und Frau abstrahierte Körper. Ausgewiesene Forscherinnen aus dem In- und Ausland ergründen in ihren Inputs (auf Deutsch und Englisch) die Darstellungen und Zurichtungen des Körpers aus weiblicher Perspektive.“ (Ankündigungstext)

Mit dem Vortrag «Dada Representations of the Body: between Battlefield and Fairground» – eröffnete Elza Adamowicz aus London die Konferenz. Anschliessend erfolgte (hier wie nach allen Vorträgen) eine Diskussion mit der Referentin, Ina Boesch und Cathérine Hug:

 

Einführungen von Adrian Notz und Ina Boesch (Ausstellungssequenz 2014-16 Die Dada La Dada She Dada und zum Kongressthema sowie in/zueinander. Siehe_höre auch das Dada–Gespräch zur Erscheinung ihres Buches Ina Boesch (Hg.), Die Dada. Wie Frauen Dada prägten, Scheidegger & Spiess, 2015)

 

Irene Gammel (Toronto; diess., Die Dada Baroness: Das wilde Leben der Elsa von Freytag-Loringhoven. Berlin: Ebersbach, 2003) – «The Dada Baroness and the Body as Artwork»:

 

Ruth Hemus (London; diess., Dada’s Women, Yale University Press, 2009) «Suzanne Duchamp and the Machine Body»

 

Karoline Hille (Ludwigshafen; diess., Hannah Höch: Die zwanziger Jahre. Kunst. Liebe. Freundschaft, Edition Braus, 2015) «Hannah Höch und der (de)konstruierte Körper» (zu Hannah Höch siehe_höre auch Vorhang auf für Hannah Höch, Gespräch mit der Kuratorin Luisa Pauline Fink, Stade):

 

Christa Baumberger (Zürich; diess. zus. mit Nicola Behrmann, Emmy Hennings Dada, Scheidegger & Spiess, 2015) «Emmy Hennings und der inszenierte Körper»: